Play
Alice Merton
Foto: Danny Jungslund

Tracks & Traces | Alice Merton – The Other Side

Sonnenaufgang über Teneriffa

Es gibt Situationen im Leben, da sieht es ziemlich düster aus. Dass Alice Merton es aus einer Krise herausgeschafft hat, hat sie auch der Musik zu verdanken. In Tracks & Traces erklärt sie, warum im Song „The Other Side“ eine befreiende Hymne steckt. Und was ein Urlaub auf Teneriffa und ihre Wahlheimat London damit zu tun haben.

Präsentiert von

Für alle, die Musik lieben!

Tracks & Traces findet ihr auch auf Patreon. Wir freuen uns auf Eure Unterstützung! Im Gegenzug hört ihr neue Folgen immer eine Woche früher, ihr bekommt Behind-the-Scenes-Material, könnt den Podcast mit euren eigenen Fragen an die Künstlerinnen und Künstler mitzugestalten uvm. Wer schnell ist, sichert sich außerdem unser Tracks-&-Traces-Fanshirt.

Tracks & Traces x Patreon Banner

Durchbruch auf der Überholspur

„The grass is always greener on the other side“, besagt eine Lebensweisheit. Dass man nicht nur nach drüben starren, sondern das Beste aus der eigenen Situation machen kann, weiß auch Alice Merton. Als Kind und Jugendliche zieht die in Frankfurt am Main geborene Deutsch-Britin so häufig zwischen Kanada, Deutschland und den USA um, dass die Rastlosigkeit zur Inspiration für ihren ersten Song wird. Mit „No Roots“ landet sie auf Anhieb einen Riesenhit, der plötzlich überall ist: im Radio, in den Charts, in der Werbung, in der Tonight Show mit Jimmy Fallon. Spotify und Youtube zählen je 300 Millionen Abrufe. 2019 folgt mit „Mint“ der dazugehörige erste Longplayer und ein Platz im Jury-Sessel bei „The Voice of Germany“.

Die Zeit heilt alle Wunden

Dann aber schlägt die Pandemie zu: Nach ausufernden Touren um die ganze Welt, ist Merton auf sich selbst zurückgeworfen. Nicht nur Auftrittspläne sind gecancelt, sondern auch ihre Beziehung geht zu Bruch. Mittelschwere Schreibblockaden, Angstzustände und ein Todesfall in der Familie kommen obendrauf und hängen dunkel über der Musikerin. Die fasst sich ein Herz und zieht schließlich in ihre Wahlheimat London. Die Entscheidung entpuppt sich als genau richtig: Im Song „The Other Side“ beschreibt Merton den verloren geglaubten und nun wiedergefundenen Optimismus.

Für mich war das ein neuer Lebensabschnitt. Ich war zwar nicht über alles hinweg, aber ich hatte das Gefühl, dass dieser Zeitpunkt langsam kommt und dass ich ein Ende sehe.

AliceMerton_02_ Querformat

Synthie-Klänge als Durchhalteparole

Auch musikalisch setzt Alice Merton im Song aufs Ganze: Ein flächiger Synthesizer baut sich im Song auf und entlädt sich im hymnischen Refrain. Ein weiterer Synthie sorgt für den Antrieb: Inspiriert ist das Pluckern von Robyns Song „Dancing On My Own“. Mit dem hat „The Other Side“ auch die Durchhalteparole gemein und die Gewissheit: In der Musik findet man immer einen Anker. Auch M83’s bombastischer Synth-Pop-Hit „Midnight City“ diente als Inspiration für die Aufbruchsstimmung.

Wenn ich weiß, am nächsten Tag passiert was Aufregendes und ich kann die ganze Nacht nicht schlafen – dieses Gefühl gibt mir der Synthie.

Von Teneriffa nach Berlin

Im Song greift Merton auf schöne Erinnerungen zurück, die Hoffnung stiften: Ein Urlaub auf Teneriffa mit pink-farbenen Sonnenaufgängen. Die Klänge einer Akustikgitarre am Strand mit Lagerfeuer, Ukulele und jeder Menge Coldplay-Songs. Aber auch das Flanieren durchs bunte Berlin in den Sommermonaten wird im Song besungen.

Wenn es mir schlecht geht, dann hilft es mir, an diesen Moment und an den Song zu denken und zu wissen, dass das Leben weiter geht.

In dieser Folge von Tracks & Traces hört ihr, wie es klingt, wenn Alice Merton für Demoaufnahmen in Fantasiesprache singt, ihr erfahrt warum der Song für das neue Album „S.I.D.E.S.“ essentiell ist und welche Sounds und Samples sie verwendet hat. Alice Merton nimmt ihren Song „The Other Side“ Spur für Spur auseinander.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen