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lùisa
Foto: Nikolai Dobreff

Tracks & Traces | lùisa – New Woman

Groovendes Empowerment

In ihrem Song „New Woman“ erzählt die Hamburger Musikerin lùisa vom Aufbruch nach schwierigen Zeiten. Und vom Weg zum eigenen Empowerment – als Frau und als Musikerin. In Tracks & Traces nimmt sie den Song Spur für Spur auseinander.

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Mit Gitarre und Loop

Die Hamburger Musikerin lùisa schreibt eigene Songs seit sie 16 ist. Mit den Songs ihres selbst produzierten Debütalbums „One Youth Ago“ steht sie 2012 allein mit Gitarre und Loopgerät auf der Bühne. Drei Jahre später wird sie als erste deutsche Künstlerin beim kanadischen Label Nettwerk unter Vertrag genommen. Es folgen Touren durch Europa und ein Beitrag zum Soundtrack der beliebten Netflix-Serie „Orange Is the New Black“.

Kampfansage ans Musikbusiness

Ein Trauerfall in der Familie bringt lùisa schließlich dazu, einen Gang runterzuschalten. Auch die Suche nach einer geeigneten Betreuung für ihr drittes Album gestaltet sich zunächst schwierig: Es ist nicht einfach in der von Männern dominierten Producer-Szene jemanden zu finden, dem man auf Augenhöhe begegnen kann. Laut einer Umfrage der Kampagne Keychange macht jede Musikerin im Laufe ihrer Karriere diskriminierende Erfahrungen aufgrund ihres Geschlechts. Auch im Studio.

Man merkt, dass der soziale Druck wächst als Frau. Man sollte sich dem verwehren und laut und deutlich sagen: Ich nehme mir trotzdem die Bühne, die ich brauche. Ich werde mich nicht unterordnen und lass mich auch nicht einschüchtern von einem patriarchalen Musikmarkt. Sondern: Ich bin hier und ich bin laut.

lùisa, Foto: Nikolai Dobreff

Mit Sade in die Disco

Ihre empowernde Haltung greift lùisa im Song „New Woman“ auf. Der groovende Beat und die strahlenden Synthesizer sind vom Pop der 80er-Jahre inspiriert und erinnern an Ikonen wie Michael Jackson. Auch dem sinnlichen, aber zugleich forschen Gesang von Sade kommt lùisa im Song sehr nahe. Statt E-Gitarre steht eine funky Basslinie im Vordergrund und nickt in Richtung „Psychokiller“ von den Talking Heads. Bongos dienen als beschwingte Disco-Referenz und untermalen den Aufbruch, den lùisa besingt.

Im Song geht es darum, dass man aus sehr schwierigen und dunklen Zeiten kommt und spürt, dass da eine Gravitation zum Licht hin ist. Dass man das Gefühl hat, einen Lebensmut oder einen Lebenswillen zu finden. Ich arrangiere nach Licht und Schatten: Die Strophe ist das Dunkle, der Synth kommt im Chorus. Dann geht die Sonne auf.

Das Studio als Spielwiese

An der lupenreinen Pop-Produktion war schließlich der Produzent Tobias Siebert (Klez.e, Enno Bunger, Kettcar) beteiligt. Die beiden haben sich im spielerischen Herangehen an den Song ergänzt: Sogar der Lieblings-Shaker von Siebert – eine Packung Jod-Salz – liefert da den letzten Feinschliff.

Der Song ist extrem poppig, aber man muss ihn mit einer lässigen Indie-Attitüde anfassen.

In dieser Folge von Tracks & Traces hört ihr, wie lùisa „New Woman“ geschrieben und mit Tobias Siebert produziert hat. Ihr hört die ersten Ideen und Demos aus dem Proberaum von lùisa und erfahrt warum die Message des Songs für lùisa besonders wichtig ist.

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