Vorgestellt: Gender Bombs

30.04.2012

Die Musikzimmer-Gäste haben entschieden: Gender Bombs sind die Gewinner der Demoecke im März und damit unsere Band des Monats.

Stella Lindner und René Arbeithuber aus München sind Gender Bombs.

Ohne Lady Gaga würde es die Gender Bombs heute wahrscheinlich nicht geben. Denn auch wenn die ersten Songs des Münchner Duos überhaupt nicht nach Lady Gaga klingen, so war es doch ein Stück der Engländerin, das die beiden zusammen brachte. Mit einer Coverversion von Papparazzi überzeugte Stella Lindner ihren jetzigen Bandkollegen René Arbeithuber von ihrem Talent. Arbeithuber spielt seit Mitte der 90er bei den Ingolstädter Bands Slut und Pelzig. Lindner ist seit jeher Fan.

Ich wollte tatsächlich schon immer mit René Musik machen. Die Idee war schon in meinem Kopf und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wir musikalisch auf einer Wellenlänge sind, was auch damit zu tun hat, dass ich mir der Musik von René groß geworden bin. Slut haben mich musikalisch sozialisiert und deswegen verstehen wir uns da so gut.

Bis Lindner und Arbeithuber dann aber zum ersten Mal gemeinsam im Probraum saßen, hat es eine ganze Weile gedauert. Denn Lindner, so gern sie auch Musik machen wollte, hatte einige Zweifel, ob das für sie das Richtige sei.

Der Schritt für mich vom Zuschauer zum Performer, den ich gerade vollziehe, das ist für mich ein großer Schritt. Ich war immer der Fan und wusste nie, ob ich geeignet bin zum Songwriter oder Sänger, oder ob das nicht nur eine Spinnerei ist. Ich meine, jedes Mädchen möchte Sängerin werden. Und ich bin einfach sehr selbstkritisch und war es da auch.

Letztes Jahr haben Lindner und Arbeithuber dann angefangen, an den ersten gemeinsamen Stücken zu arbeiten. Linder spielt Klavier und singt, Arbeithuber bastelt die Beats und die Elektronik drum herum. Festlegen, in welche Richtung das mal gehen soll, will sich Arbeithuber aber noch nicht.

Eine Grundintention von mir war, nicht in eine Schublade zu denken, sondern auch ganz viel Elektronik zuzulassen oder auch mal einen straighten Rocksong. Es soll alles total offen sein und das ist es auch momentan noch. Man wird sehen, ob, wenn das Album kommt, das wieder mehr aus einem Guss wird. Aber im Moment sind auch Hip Hop Beats drin. Es ist wirklich vielschichtig und ich tu mich schwer, das zu kategorisieren.

Bisher hat das Duo ein paar lose Songs aufgenommen, im Mai wollen die beiden noch mal ins Studio nach Berlin. Wann und ob daraus ein Album wird, steht noch nicht fest. Im Sommer wollen die Gender Bombs erstmal live spielen.

Gender Bombs – Danube