40 Tage bis zur Wahl – Das Internet als kaum genutztes Wahlkampfmedium

13.08.2013

Mit dem Internet bieten sich viele Möglichkeiten, den Wahlkampf innovativ zu gestalten. Barack Obama hat das vorgemacht, doch die deutsche Politik nutzt dieses Potenzial noch nicht aus.

Die deutsche Politik hat zwar das Internet schon entdeckt, aber nutzt es noch sehr verhalten. Foto: Johannes Eisele / AFP

sieht noch mehr Chancen für den Wahlkampf im Netz.Thorsten Faassieht noch mehr Chancen für den Wahlkampf im Netz. 

Die Plakate für die Bundestagswahl am 22. September hängen bereits, aber sie wirken eher einfallslos. Nicht nur im Hinblick auf die Plakate scheint der Wahlkampf noch der Zeit hinterher zu hinken – auch im Umgang mit dem Internet werden nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Barack Obama gilt als großes Vorbild dafür, wie man im Internet erfolgreich auf Stimmenfang geht. Deutsche Politiker hingegen zeigen kaum Ambitionen, diesem Beispiel zu folgen.

Was neben einer eigenen Internetseite und einem Twitter-Kanal noch nötig ist, um einen guten Wahlkampf im Netz zu gestalten, hat uns Thorsten Faas im Interview erklärt. Er ist Professor für Politikwissenschaften an der Uni Mainz und forscht dort insbesondere zum Thema Wahlen.

Wichtig ist eben auch, dass man es als Teil des Gesamtpaketes sieht. Dass man nicht die schrillen, etwas komischen Internetleute hat, die Wahlkampf im Netz machen und dann hat man die seriösen Wahlkämpfer in der Offlinewelt, sondern dass das ein großes Unterfangen ist. – Thorsten Faas


+++ Die Beiträge unserer Serie zur Bundestagswahl im Überblick +++

50 Tage bis zur Wahl –  Wie unser Wahlverhalten beeinflusst wird

60 Tage bis zur Wahl – Die Tücken der Briefwahl

70 Tage bis zur Wahl – Ohne Partei in den Bundestag

80 Tage bis zur Wahl – Wie sieht guter Wahlkampf heutzutage aus?