Vom Gastarbeiter zum Mitbürger – 50 Jahre Migration aus der Türkei

01.09.2011

1961 wurde zwischen der Türkei und Deutschland das "Anwerbeabkommen" unterzeichnet. Seitdem sind viele Türkinnen und Türken nach Deutschland gekommen. Ist immigriert gleich integriert gleich akzeptiert? Wir haben nachgefragt.

Bewiesen auch Mut zum Unternehmertum: viele Türken haben sich selbstständig gemacht. Foto: Johannes Simon (dapd)

ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Foto: © Türkische Gemeinde in DeutschlandHilmi Kaya Turanist stellvertretender Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Foto: © Türkische Gemeinde in Deutschland 

Ob Deutschland ein Einwanderungsland ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen noch immer auseinander. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir in diesen Tagen schon auf ein halbes Jahrhundert Migration aus der Türkei zurückblicken. Am 1. September 1961, also heute vor 50 Jahren, ist das deutsch-türkische Anwerbeabkommen in Kraft getreten.

Damals hatte die Bundesrepublik händeringend nach ausländischen Arbeitskräften gesucht. Etliche Leitkultur- und Überfremdungs-Debatten kann von einer rundum gelungenen Integrationspolitik noch immer keine Rede sein. Wo genau sich die Lage für türkische Migranten in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren verbessert oder verschlimmert hat und wo aktuell die Probleme liegen, das besprechen wir mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, mit Hilmi Kaya Turan.