“70% der Bevölkerung müssen als resigniert bezeichnet werden”

06.01.2010

Die Studie "Vertrauen in Deutschland" untersucht, wem die Deutschen wie stark vertrauen. Und sie kommt zu keinem guten Ergebnis: nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatten die Deutschen weniger Hoffnung.

Die Studie "Vertrauen in Deutschland" untersucht, wem die Deutschen wie stark vertrauen. Und sie kommt zu keinem guten Ergebnis: nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatten die Deutschen weniger Hoffnung.

Eigentlich kann´s kaum schlimmer kommen. Auf dieses Fazit könnte man kommen, liest man die aktuelle Studie „Vertrauen in Deutschland.“ Die Studie gehört zum Projekt „Perspektive 2020 – Deutschland nach Krise“ der Bertelsmann-Stiftung. Dort wird untersucht, wem die Deutschen überhaupt noch vertrauen. Das Ergebnis klingt nicht gerade prickelnd: 70% der Deutschen müssen als resigniert bezeichnet werden. Oder anders: fast Dreiviertel der Deutschen zählen heute weder auf die Entscheidungsträger der Politik, noch auf die Wirtschaft, noch auf das Bildungssystem oder auf das soziale Netz. Ob es um die Deutschen wirklich so schlecht geht, was noch Vertrauen erweckt, und was das für die Zukunft bedeutet, darüber sprachen wir mit Jan Arpe von der Bertelsmann Stiftung.

Jan Arpe von der Bertelsmann-Stiftung: »Da deuten sich möglicherweise neue soziale Bewegungen an«