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Ägypten: Nach dem Wahldebakel und vor Mubaraks Tod

In Ägypten schien langsam wieder Ruhe einzukehren. Nun könnte das Land erneut ins Chaos stürzen: Nach der Stichwahl um das Präsidentenamt feiern beide Kandidaten ihren Sieg, während Ex-Präsident Mubarak im Krankenhaus im Sterben liegt.

Ronald Meinardus - leitet das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo.

leitet das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo.
Ronald Meinardus

Wie geht es mit Ägypten in der „Post-Mubarak-Ära“ weiter? Nachdem es die ersten freien Präsidentschaftswahlen seit Jahrzehnten im Land gab, schien sich die Lage zu beruhigen – ein Trugschluss.

Die Mehrheitsverhältnisse nach der Stichwahl sind aktuell unklar. Beide Kandidaten lassen sich von ihren Anhängern als Sieger feiern. Die offizielle Ergebnisverkündung wurde von Donnerstag auf unbestimmte Zeit verschoben. Bei den Gegnern der Kandidaten regt sich Widerstand: Warum wird die Verkündung des Endergebnisses ausgesetzt? Gerüchte machen die Runde, dass dies nur einem Zweck dienen könnte – einer Manipulation der Mehrheiten.

In der Zwischenzeit verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Ex-Präsident Hosni Mubarak. Zwischenzeitlich wurde sogar über seinen Tod berichtet. Doch daran bestehen Zweifel. Mehrere Medien berichten, Mubarak liege im Koma und werde künstlich beatmet. Und auch hier entstehen Verschwörungstheorien: könnte das alles unwahr sein – und ein unauffälliges Absetzen Mubaraks ins Ausland vorbereiten?

Die aktuelle Lage in Ägypten hat uns Ronald Meinardus beschrieben, der in Kairo das Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung leitet.