Afrikanische Union: Für eine gemeinsame afrikanische Stimme

29.05.2013

Die Afrikanische Union feiert ihr fünfzigjähriges Bestehen. Als erstes Gesprächsforum für die afrikanischen Länder hat sie schon viel erreicht. Bis die AU aber zu einer Art zweiten EU wird, ist es noch ein weiter Weg.

Der wirtschaftliche Aufschwung in Afrika sorgt für eine gute Stimmung. Das Bild von Afrika in Deutschland hat sich bisher aber kaum verändert. Foto: © Pekka Nikrus/ flickr.com

Die Afrikanische Union wird 50 Jahre. In einem Menschenleben hat man mit 50 schon einiges erreicht und erlebt. Und langsam dürfen die ersten Gedanken an den Ruhestand kommen. Dieser ist in der Afrikanischen Union noch kein Thema.

Einigkeit, Frieden und Demokratie

An ehrgeizigen Zielen mangelt es der Afrikanischen Union (AU) nicht – Einigkeit, Frieden und Demokratie stehen ganz oben auf der Liste.

ist Soziologe am Zentrum für Afrikastudien an der Universität Basel.Elisio Macamoist Soziologe am Zentrum für Afrikastudien an der Universität Basel. 

Informationen darüber, was die AU bereits erreicht hat und worin die Stärken von Afrika liegen, schaffen es oft nicht bis in die deutsche Berichterstattung.

Der Soziologe Elisio Macamo unterrichtet am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel. Wir haben mit ihm über das Engagement der Afrikanischen Union gesprochen und darüber, warum sich das Bild von Afrika in Deutschland so schleppend an die aktuelle Situation anpasst.

Es stimmt, dass die Situation in Afrika nicht überall rosig ist. Aber ich finde die Erwartung noch problematischer, dass alles so schön sein sollte. Dafür gibt es kein Naturgesetz. – Elisio Macamo, Soziologe