Albanien: Faire Wahlen – und damit bald in der EU?

10.05.2011

Die Kommunalwahlen in Albanien sollen laut Regierung frei und fair abgelaufen sein - Wahlbeobachter und die sozialistische Opposition sehen das anders. Was bedeutet das für die EU-Ambitionen des Landes?

Albaniens Premierminister Sali Berisha ist Mitbegründer der Demokratischen Partei. / Foto: Michael Urban /ddp

Albanien – damit verbinden viele bislang vor allem Begriffe wie Korruption, Armut und Gewalt. Doch das soll sich ändern.

ist Journalist bei der Deutschen Welle.Bahri Caniist Journalist bei der Deutschen Welle. 

Am vergangen Sonntag hat die albanische Bevölkerung die Stadträte von 308 Kommunen und 65 Städten gewählt. Es sind die ersten Abstimmungen nach den Parlamentswahlen 2009, die das Land in eine tiefe politische Krise stürzten.

Inwiefern die Wahlen diesmal demokratisch abliefen und was das für einen möglichen EU-Beitritt Albaniens bedeuten könnte, haben wir Bahri Cani gefragt. Er ist als Journalist in Osteuropa für die Deutsche Welle tätig.

Im Interview erzählt er von den Defiziten des albanischen Rechtsstaates und erklärt, warum das Revolutionspotential im Land nicht mit der Entwicklung in den arabischen Staaten verglichen werden kann.