Amnesty: “Griechenland hat kein funktionierendes Asylsystem”

20.12.2012

Die Flüchtlingspolitik Greichenlands steht schon lange in der Kritik und es häufen sich rassistische Übergriffe auf Flüchtlinge und Migranten. Jetzt hat Amnesty International einen Bericht über Asyl-Suchende in Griechenland veröffentlicht. Das Urteil: katastrophal.

Auf dem Landweg oder über das Mittelmeer. Viele Flüchtlinge versprechen sich Zuflucht in der EU.  Foto: © Bradley Secker/ Amnesty International

Sie kommen über die türkische Grenze oder mit kleinen Booten über das Mittelmeer nach Griechenland: Flüchtlinge aus Afrika und Asien mit der Hoffnung, Zuflucht in der Europäischen Union zu finden.

von Amnesty International.Ferdinand Muggenthalervon Amnesty International. 

Dafür nehmen sie oftmals monatelang Hunger, Durst, Hitze und Kälte in Kauf. Doch die erhoffte Zuflucht stellt sich oft als Illusion dar.

Besonders dramatisch ist die Lage in Griechenland. In dem Bericht „Greece – The end of the road“ beschreibt Amnesty International die Zustände für Asylbewerber in Griechenland als katastrophal. Sogar von einer „humanitären Krise“ ist die Rede.

Inhaftierte Flüchtlinge, mangelnde Versorgung und  rassisitsche Übergriffe sind laut Amnesty International in Griechenland an der Tagesordnung.

Über den Bericht „Greece – The end of the road“ und welche Rolle die EU bei der griechischen Flüchtlingspolitik spielt, darüber haben wir mit Ferdinand Muggenthaler von Amnestiy International gesprochen.

Die EU müsste einerseits die griechischen Behörden an ihre Verpflichtung erinnern und auch dafür sorgen, dass Flüchtlinge menschlich behandelt werden und andererseits Griechenland auch mehr von seiner Last abnehmen. (F. Muggenthal)