Antarktis-Konferenz – Umweltschutz und Wirtschaft unter einem Hut

17.07.2013

Die Antarktis-Kommission wollte eigentlich ein Meeresschutzgebiet beschließen. Aber Russland bezweifelt die Entscheidungsmacht der Kommission und hat überraschend den Beschluss verhindert. Sind wirtschaftliche Interessen der Grund dafür?

Die Antarktis ist sowohl ein Ziel für wissenschaftliche Expeditionen wie auch für Fischer. Foto: © Shinazy Shinazy / flickr.com

Ein Meeresschutzgebiet für die Antarktis zu schaffen, ist seit etwa zehn Jahren ein Ziel der CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources). Diese Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis hat am Dienstag in Bremerhaven getagt.

war bei der Antarktis-Konferenz in Bremerhaven. Foto: Gleizes / GreenpeaceIris Mennwar bei der Antarktis-Konferenz in Bremerhaven. Foto: Gleizes / Greenpeace 

Dort sollte eigentlich endgültig über das Schutzgebiet abgestimmt werden, doch Russland verhinderte als Mitglied der Kommission überraschend den Beschluss.

Wissenschaftler und Fischer in einem Boot

Die CCAMLR ist im Dienste des Umweltschutzes für die Antarktis tätig, doch viele Mitgliedsstaaten möchten dort auch ihre Wirtschaftsinteressen umsetzen. Neben wissenschaftlichen Instituten sitzen deshalb auch Fischereibehörden in der Kommission.

Die Meeresbiologin Iris Menn von Greenpeace war bei der Konferenz anwesend. Sie hat uns im Gespräch erklärt, weshalb das Meeresschutzgebiet trotz seiner großen Bedeutung für die Antarktis in der Kommission gescheitert ist.