Anti-Islam-Film: Hisbollah ruft zu Protesten im Libanon auf

17.09.2012

Gegen das islamische Schmähvideo aus den USA wird in der islamischen Welt weiterhin stark protestiert. Ein Ende scheint nicht in Sicht: die Hisbollah hat heute zu Protesten im Libanon aufgerufen. Wir sprechen mit einem Entwicklungshelfer über die Lage vor Ort.

Durch Aufrufe zu Protesten verschärft die radikale Hisbollah die Lage im Libanon. Foto: © Will De Freitas/flickr.de

Das Anti-Islam-Video „The Innocence of the Muslims“ sorgt seit gut einer Woche für massive Proteste in islamischen Ländern. Am Wochenende sind verschiedene Botschaften angegriffen worden, darunter auch die deutsche Botschaft im Sudan.

Ein Ende der Demonstrationen scheint nicht in Sicht. Die libanesische Hisbollah feuert die Aufstände nun weiter an — in einer Fernsehrede ruft der Anführer Hassan Nasrallah zu einer Woche der Demonstrationen auf. Um dem Propheten Mohammed Respekt zu verschaffen, müsse weiter protestiert werden. Der Hisbollah-Anführer kündigte Demonstrationen in einem Vorort von Beirut an. Auch in anderen Teilen des Libanons sollen Proteste stattfinden.

Erst am Wochenende hatte Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch im Libanon zu Toleranz und Respekt aufgerufen.

Wie die Situation vor Ort aussieht, besprechen wir mit Björn Zimprich. Er ist Projektmanager des Forums Ziviler Friedensdienst und arbeitet seit mehr als 2 Jahren in Beirut.