Armutsbericht für Deutschland: 12 Millionen Menschen sind armutsgefährdet

22.12.2011

Ein Bericht des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands beweist: eine florierende Wirtschaft bedeutet nicht unbedingt das Ansteigen der Löhne. Wie das sein kann und wo die Politik handeln muss, hören Sie im detektor.fm-Interview.

2010 lag die Armutsgefährdungsschwelle für einen Single-Haushalt bei 826 Euro (vor Abzug aller Kosten). Foto: © Kim Graf/ ddap

Hauptgeschäftsführer des >Deutschen Paritätischen WohlfahrtsverbandsDr. Ulrich SchneiderHauptgeschäftsführer des >Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands<. 

Der deutschen Wirtschaft geht es gut – den Deutschen dagegen trotz guter Konjunktur nicht unbedingt. Das beweist der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, der einen Armutsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht hat.

Darin steht, dass mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland armutsgefährdet sind. Demnach sind längst nicht nur Hartz-4-Empfänger betroffen.

Was man sich unter „Armutgefährdung“ in Deutschland vorstellen muss und wie diese in Zukunft bekämpft werden soll, das fragen wir Ulrich Schneider, den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands.