Atommüll: Warum Alternativen zu Gorleben keine Rolle spielen – und das gefährlich werden könnte

08.11.2010

In Gorleben wird Atommüll zwischengelagert. Dort soll auch das Endlager entstehen. So will es die Politik, und ignoriert hierfür auch Warnungen. Dabei gäbe es durchaus Alternativen...

Ein Fahrzeug im Erkundungsbergwerk Gorleben in einer Tiefe von 840 Metern. Das Bundesumweltministerium will das Erkundungsbergwerk Gorleben weiter als moeglichen Standort als Atommüll-Endlager erkunden lassen. Wann die Erkundung fortgesetzt wird, ist derzeit noch unklar. / © Nigel Treblin (dapd)

Er steht kurz vor seinem Ziel: der Castor-Transport, der neuen Atommüll ins Zwischenlager nach Gorleben bringt. Unsere moderne Gesellschaft produziert diesen atomaren Müll, weil sie mit Atomkraft Energie gewinnt. Sie hat aber noch immer keine kluge Lösung gefunden, wie sie mit ihm umgehen soll. Er kommt, und das seit Jahren, in ein Zwischenlager: Gorleben. Diese Situation sorgt für Unmut – auch, weil manche auch eine offene Diskussion über Alternativen zu Gorleben vermissen.

beschäftigt sich als Geologe mit der Endlagerung.Detlef Appellbeschäftigt sich als Geologe mit der Endlagerung. 

So gibt es nicht nur Zweifel an der Tauglichkeit des Salzstocks in Gorleben, sondern auch ernsthafte Alternativen. Doch die liegen im Süden und scheinen tabu zu sein – so mancher wittert da mächtige Einflüsse von Politik, Tourismuswirtschaft und gut situierten Anwohnern. Wird also gegen jede Vernuft an Gorleben festgehalten?

Fragen, die wir mit dem Geologe Detlef Appel vom Geowissenschaftlichen Büro „PanGeo“ besprechen, der sich seit Jahren mit der Endlager-Problematik beschäftigt.