Mauern als Schutzmaßnahme: Neue Terrorgefahr für Atommüll-Zwischenlager?

12.01.2012

Der Ausstieg aus der Atomkraft ist beschlossen, das Problem mit dem Atommüll aber bleibt. Derzeit liegt er in diversen Zwischenlagern. Und die scheinen weniger sicher zu sein als bislang angenommen. Bringen Mauern um die Zwischenlager mehr Schutz?

Atommüll im Zwischenlager Gorleben im Mai 2011. © Nigel Treblin/dapd

ist Atom-Experte von Greenpeace.Tobias Riedlist Atom-Experte von Greenpeace. 

Die 15 Zwischenlager für Atommüll stehen meist direkt neben den Atomkraftwerken. Von außen sehen sie aus wie gewöhnliche Industriehallen. Drinnen liegt der Atommüll in Castoren und kühlt ab, jahrzehntelang. Die Zwischenlager sind zwar nur ein Provisorium, werden aber wohl noch rund 40 Jahre in Betrieb bleiben. So lange, bis es ein sicheres Endlager für den Atommüll gibt.

Bislang hieß es von offizieller Seite immer, die Zwischenlager seien sicher. Daran zweifelt jetzt offenbar selbst die Bundesregierung: Die zuständigen Behörden haben angeordnet, dass sofort zusätzliche Schutzmauern um die Zwischenlager errichtet werden müssen. Die Vorbereitungen dafür laufen schon.

Das wirft Fragen auf, die wir mit Tobias Riedl besprechen. Er ist Atomkraft-Experte bei Greenpeace.