Atomwaffen: Marshall-Inseln ziehen vor Gericht

Klage gegen Atomwaffenstaaten

24.10.2014

Mit einer Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag will die Republik Marshall-Inseln weltweit das Ende der Atomwaffen durchsetzen.

Die Republik der Marshall-Inseln hat Klage gegen neun Atomwaffenstaaten am Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereicht. Betroffen sind die USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Pakistan, Indien, Nordkorea und Israel.

Für ein generelles Ende von Atomwaffen

Ziel ist der Klage ist es, die Atomwaffenstaaten vor dem Haupt-Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen für eklatante Verletzungen des Völkerrechts zur Rechenschaft zu ziehen. Die Klage sehen Unterstützer als eine Etappe auf dem langen Weg endlich das Ende von Atomwaffen weltweit durchzusetzen.

Unterstützer

Alexander Hertel hat mit Reiner Braun über die Erfolgsaussichten der Klage gesprochen. Braun ist Direktor der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms.  Die Organisation unterstützt die Klage.

Reiner BraunNeben dem Versuch eine juristische Klarstellung zu erreichen, ist die Klage auch der Versuch eine politische Dynamik in einen festgefahrenen Abrüstungsprozess zu bringenReiner Braun Mitglied von "Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen Für gewaltfreie Friedensgestaltung"