Wiederaufbau in Gaza – Ein beschwerlicher Weg

In Gaza beginnt wieder alles von vorn

08.09.2014

Die Feuerpause im Gaza-Streifen wird momentan genutzt, um Schulen, Krankenhäuser und Unterkünfte aufzubauen. Doch der Wiederaufbau kostet Geld und Zeit.

Im Gaszstreifen herrscht seit gut einer Woche die lang ersehnte Waffenruhe. Auch, wenn nur Optimisten an eine langfristige Lösung des Konflikts glauben, die Feuerpause ist für die Menschen im Gazastreifen ein Fortschritt.

Dort leben 1,8 Millionen Menschen, über 100.000 davon sind nach den Angriffen der Israelis ohne Heimat. Das Zentrum – Gaza-Stadt – ist fast völlig zerstört.
Es gibt Straßen, in denen ist keine einzige Wohnung, kein Haus unversehrt geblieben. Bilder dieser Zerstörung begleiten uns seit Wochen. Häuser mit riesigen Löchern, überall Berge aus Trümmern, Schutt und Asche.

Gaza: Zeit und Geld sind notwendig

Der Wiederaufbau kostet sehr viel Geld. Von palästinensischer Seite wird die notwendige Summe auf sechs Milliarden Euro beziffert. Der akute Bedarf an Hilfsgütern und Baumaterialen liegt bei 367 Millionen Euro.

Im Oktober soll es eine große „Wiederaufbau-Konkurrenz geben“, sagt Christopher Gunness vom UN-Hilfswerk für  Palästina-Flüchtlinge.

Mit ihm haben haben wir ausführlich über die Lage und den Wiederaufbau in Gaza gesprochen.

Moderator Mr Chris Gunness, Spokesperson, UNRWADie Menschen müssen wieder wichtiger werden als die Politik. Wir wollen Gaza die Freiheit wieder zurückgeben und dafür muss die Blockade aufgehoben werden.Christopher Gunnessist mit der UNWRA, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge, direkt vor Ort. John Gillespie | flickr.com | CC BY 2.0