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Aufstände in Syrien: Kein Ende der Gewalt in Sicht

Der syrische Machthaber Assad soll nach dem Willen der Arabischen Liga einen Waffenstillstand mit den Aufständischen in seinem Land eingehen. Doch das scheint, angesichts der Meldungen über bisher 3500 Todesopfer der Ausschreitungen mehr als unrealistisch. Wie steht es um die Revolution in Syrien?

Die Ausschreitungen in Syrien nehmen kein Ende. Im Gegenteil: Aufständische versuchen weiterhin, das Regime von Baschar al-Assad zu stürzen.

Daniel Gerlach - ist Chefredakteur von »Zenith«. Foto: Marcel Mettelsiefen

ist Chefredakteur von »Zenith«. Foto: Marcel Mettelsiefen
Daniel Gerlach

Währenddessen versucht dieser mit Hilfe des Militärs, die Revolution in Keim zu ersticken. Der „Arabische Frühling“, der in diesem Jahr so viele Staaten in der Region von ihren Diktatoren befreite, tut sich mit seinem Einzug in Syrien noch schwer.

Derweil steigt die Zahl der Todesopfer an. Berichten zufolge sind bereits mehr als 3500 Menschen den Gefechten zum Opfer gefallen. Nun hat Präsident Assad auf Drängen der Arabischen Liga eingewilligt, einen Waffenstillstand einzugehen und ausländische Journalisten ins Land zu lassen. Gleichzeitig setzt er jedoch seine Offensive gegen die Oppositonshochburg Homs fort.

Ich glaube, es werden weiterhin Menschen sterben und ich glaube eine tatsächliche politische Veränderung werden wir in Syrien in den nächsten Monaten nicht erleben. – Daniel Gerlach

Über die die Situation in Syrien und die Perspektiven der Aufstände gegen das Assad-Regime haben wir mit Daniel Gerlach gesprochen. Der Chefredakteur von „Zenith – Zeitschrift für den Orient“ hat Kontakt ins Land und gibt bei detektor.fm seine Einschätzung der Lage.