Aus Unzufriedenheit werden Rücktrittsforderungen: FDP-Chef Westerwelle in der Kritik

26.08.2010

Nach einem Jahr Regierungsarbeit ist die FDP im Umfragekeller. Nachdem es an der Basis schon lange rumort, fordern nun die ersten Funktionäre öffentlich Westerwelles Rücktritt. Sind Westerwelles Tage als Vorsitzender gezählt?

Bald im Schatten eines neuen Parteivorsitzenden? Guido Westerwelle, amtierender FDP-vorsitzender und Außenminister. / © Axel Schmidt (ddp)

 

Vor anderthalb Jahren war die FDP im Umfragehoch. Auf sechzehn Prozent kamen die Liberalen damals. Heute, nach rund einem Jahr Regierungsarbeit, ist die FDP mit ihren Umfragewerten dort angekommen, wo sie mit den Steuersätzen hinwollte: niedrig. Sehr niedrig sogar. Noch auf vier Prozent kommt die FDP in den Umfragen. Und das wird vor allem einem Mann angekreidet: dem Bundesvorsitzenden und Außenminister, Guido Westerwelle. An der Basis, so hört man, rumort es schon länger. Und nun melden sich die ersten Parteifunktionäre offen mit ihrem Protest zu Wort: so auch der Generalsekretär der FDP im Saarland, Rüdiger Linsler. Ihn haben wir gefragt, warum Westerwelle der falsche Parteivorsitzende ist, wie die Zukunft der FDP aussieht und warum sich gerade jetzt der parteiinterne Widerstand so laut äußert.

Westerwelle in der Kritik - Rücktrittsforderungen werden laut