Auslaufmodell Studiengebühr: Studierende atmen auf, Lehre leidet?

09.01.2012

Die Landesregierungen rudern zurück; die Hochschulen bangen. Gerade mal zwei von ehemals sieben Bundesländern erheben im kommenden Jahr noch Studiengebühren. Selbsterfüllende Prophezeihung oder Wahlkampf mit Folgen?

Neben Niedersachsen erheben auch Hochschulen in Bayern weiterhin Studiengebühren. Foto: @ Lukas Barth/dapd.

ist bayerischer Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst.Wolfgang Heubischist bayerischer Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. 

Da waren es nur noch zwei! Baden-Württemberg und Hamburg wollen noch in diesem Jahr die Studiengebühren abschaffen. Somit müssen Studierende nur noch in Bayern und Niedersachsen für ihre Bildung draufzahlen. Ursprünglich hatten sieben Länder Studiengebühren in Höhe von rund 500 Euro pro Semester erhoben. Nun lichten sich die Reihen.

Und das obwohl von den Mehreinnahmen vor allem die Lehre profitieren sollte. Wird diese jetzt leiden? Immerhin wollen die Ländern, die die Gebühren wieder abgeschafft haben, ihren Hochschulen satte Kompensationen zahlen. Geht es also doch ganz ohne? Das Modell Studiengebühr – ist es ein Auslaufmodell? Das haben wir Wolfgang Heubisch, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Bayern gefragt. Er erklärt wieso Bayern weiterhin an den Gebühren festhalten will und wieso die Rechnung für die politische Wende in vielen Bundesländern oft die Hochschulen tragen müssen.