AutoMobil | Reform Flensburger Punkte – Verkehrspsychologischer Unsinn?

04.05.2012

Die berühmt-berüchtigten Flensburger Punkte sollen reformiert werden. Bürger dürfen darüber im Internet mitdiskutieren. Doch was bringt die Reform aus psychologischer Sicht?

Mit Vollgas in den Führerscheinentzug: Verkehrsminister Ramsauer stellt den Punktetacho vor. Foto: Oliver Lang/dapd

Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie.Wolfgang SchubertVorsitzender der deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie.  

Früher galt: Mit 18 ist der Führerschein weg. Wer so viel Punkte in Flensburg angesammelt hatte, der verlor seine Fahrerlaubnis. Verkehrsminister Ramsauer hat sich nun angeschickt, das System zu überarbeiten. Statt wie bisher 18 Punkte sollen schon 8 Punkte zum Führerschein-Entzug reichen. Pro Vergehen sollen künftig ein bis zwei Punkte anfallen.

Verkehrspsychologen sehen der Reform mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits begrüßen sie Vereinfachung und Transparenz, die das neue System mit sich bringt, an dem geplanten Punkte-Tacho stoßen sich allerdings viele. Der beginnt bei grün und das sei ein falsches Signal.

Das Novum an der Sache: auch Bürger dürfen im Internet über die Reform mitdiskutieren. Auf einer Webseite des Verkehrsministeriums soll man mit Experten über vier Schwerpunkte der Reform diskutieren.

Wolfgang Schubert ist Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie und erklärt im Interview, wie er die Reform sieht.


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