Baut Google eine “Superdatenbank”?

14.07.2011

In den letzten Wochen hat Google fast ungewohnte, positive Schlagzeilen in Sachen Datenschutz gemacht. Das Unternehmen ist von zahlreichen Datenschützern für das neue soziale Netzwerk „Google+“ gelobt worden. Das könnte sich ändern, wenn sich die aktuellen Gerüchte bewahrheiten sollten.

Google rückt erneut in den Fokus der Öffentlichkeit - diesmal aber aus negativem Grund. © Nigel Treblin/ dapd

Datenschutzbeauftragter des Landes Berlin. Foto: datenschutz-berlin.deAlexander DixDatenschutzbeauftragter des Landes Berlin. Foto: datenschutz-berlin.de 

„Google+“ – Nutzer können wesentlich einfacher und effektiver Einstellungen zum Schutz ihrer Privatsphäre vornehmen, als bei vergleichbaren sozialen Netzwerken. Doch kurz nach dem Lob, ist der Internetgigant erneut in die Kritik geraten. Das amerikanische Magazin „AdAge“ berichtet, Google plane ein neues Projekt mit dem internen Kürzel „DDP“. In den Medien ist bereits von einer „Superdatenbank“ die Rede.

Was steckt dahinter? Google will offenbar noch mehr und vor allem genauere Daten über seine Nutzer sammeln, um diese dann effizienter an Werbekunden zu vermitteln. Die Frage ist, wie ernst das Thema werden könnte und ob sich Google damit seinen zwischenzeitlich guten Ruf ramponiert.

Alexander Dix ist Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Mit ihm haben wir über den Datenschutz bei Google und in sozialen Netzwerken gesprochen.