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Berlin klotzt: 600 Millionen für das neue Stadtschloss

Berlin kriegt ein neues Stadtschloss. Für den Neubau des alten Gebäudes der Hohenzollern muss Berlin tief in die Tasche greifen – und das, obwohl da eigentlich wenig drin ist.

Ein neuer Flughafen? Fast fünf statt gute zwei Milliarden Euro. Eine neue Zentrale für den bundesweiten Nachrichten-/Geheimdienst? Mehr als viermal so teuer wie geplant. Und der Bahnhof? Hat eine zehnstellige Summe verschlungen.

Die deutsche Hauptstadt Berlin lässt es bei Großprojekten häufig krachen. Dass beinahe alle Projekte vorher als wesentlich billiger eingeschätzt worden sind, ist nach der Eröffnung meist egal.

„Arm, aber sexy“

Dabei verwundern die enormen Investitionen sehr, denn Berlin gilt eigentlich als arm. Oberbürgermeister Klaus Wowereit hat sogar einmal den Slogan „Arm, aber sexy“ geprägt.

Gereon Asmuth - ist Leiter der Ressorts tazeins. Foto: © taz

ist Leiter der Ressorts tazeins. Foto: © taz
Gereon Asmuth

Nun legt Bundespräsident Joachim Gauck aber den Grundstein für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses – Kostenpunkt: bislang fast 600 Millionen Euro.

Wie das klamme Berlin das bezahlen kann und ob die Hauptstadt das Schloss überhaupt braucht, das haben wir Gereon Asmuth von der Tageszeitung taz gefragt.

Wir Berliner sind diesmal total unschuldig! Es war der Bundestag. (..) Leute aus allen Teilen Deutschlands haben den schlauen Plan gefasst: Berlin hat ein Loch in der Mitte, da muss ein Stadtschloss hin. – Gereon Asmuth

 


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