Die “Bildungsrepublik Deutschland” spart bei der Prävention gegen Rechtsradikalismus

16.11.2011

Angela Merkel redet gern von der "Bildungsrepublik Deutschland". Trotzdem spart sie an der Bildung - jedenfalls bei der Bundeszentrale für politische Bildung, die dem Innenministerium untergeordnet ist.

Projekte gegen Rechtsextremismus bauen auf Fördergelder - hier eine Demonstration in Bad Nenndorf. © Stefan Simonsen/dapd

Nach Bekanntwerden der Mordserie einer rechten Terrorzelle aus Thüringen ist Rechtsradikalismus wieder ein großes Thema. Die eine Frage ist, wie der Staat auf Rechtsradikale reagieren und sie bekämpfen soll. Die andere wäre: Wie kann man von vornherein verhindern, dass Menschen zu Rechtsradikalen werden?

ist seit 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.Thomas Krügerist seit 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. 

Prävention im weitesten Sinne betreibt zum Beispiel die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). In Form von Publikationen, Seminaren oder einem umfassenden online-Dossier. Außerdem unterstützt die bpb viele lokale Projekte und Vereine in ihrer Arbeit gegen Rechts. Trotzdem hat die Bundesregierung die Mittel der Bundeszentrale für politische Bildung gekürzt. Schon in diesem Jahr muss sie rund 1,6 Millionen Euro sparen, in den nächsten Jahren noch mehr.

Wie sich die Sparmaßnahmen auf die Prävention gegen Rechtsradikalismus auswirken, fragen wir den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger.

Kürzungen bei der Bundeszentrale für Politische Bildung betreffen deren Arbeit gegen Rechts