Blätter-Podcast | Chemnitz, Klimawandel und Finanzkrise

"Bedrohliche Gegenwart"

02.10.2018

Die Folgen und Ursachen von Chemnitz, der Klimawandel und eine drohende Finanzkrise: In allen drei Bereichen besteht politischer Handlungsbedarf. Die Blätter-Autorinnen und -Autoren erklären, warum.

Rückblick auf Chemnitz

Die Ausschreitungen von Chemnitz haben eine neue Qualität. Im Vergleich mit den Vorfällen von Rostock-Lichtenhagen beispielsweise, hat sich das Zusammenspiel radikal verändert: Die Rechte ist heute hochorganisiert, agiert gemeinsam mit der AfD und kann sich sogar auf einen Teil der Sicherheitsorgane und der Medien verlassen. Den Juristen, Politikwissenschaftler und Blätter-Redakteur Albrecht von Lucke erinnern die aktuellen Ereignisse an das Scheitern der Weimarer Republik.

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping sieht die Ursachen für das Unbehagen in Fehlern, die in der Zeit nach der Wende gemacht wurden. Viele Bürger würden sich kollektiv gekränkt und ungerecht behandelt fühlen. Darüber muss gesprochen werden, schreibt sie in ihrem Buch „Integriert doch erstmal uns!“. Ein Ausschnitt daraus, ist in der aktuellen Ausgabe der Blätter erschienen.

Klimawandel ist jetzt

Der diesjährige Sommer hat gezeigt, dass der Klimawandel nicht mehr in ferner Zukunft liegt. Die Journalistin Christiane Grefe warnt, die Lehren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Statt nachträglichen Ausgleichszahlungen brauche es vorausschauende politische Lösungen. Auch die Bauern müssten handeln, denn sie seien in diesem Fall nicht nur Opfer, sondern auch Täter.

Ein nächster Crash?

Die globale Finanzkrise jährt sich in diesem Jahr zum 10. Mal. Der Blätter-Mitherausgeber Rudolf Hickel bezweifelt jedoch, dass die Politik die richtigen Konsequenzen aus der Krise gezogen hat. Ein erneuter Crash sei keineswegs ausgeschlossen. Denn die alten Risiken seien nicht gebannt und neue hinzugekommen. Was getan werden muss, um eine nächste Krise zu verhindern, erklärt er im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Helena Schmidt.


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