BND gewährt Einsicht – vier Historiker erforschen die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes

14.01.2011

Der Bundesnachrichtendienst ist einer der größten Geheimdienste weltweit. Nun soll zumindestens ein Teil seiner Geschichte offen gelegt werden.

Vier Historiker werden Einblick in der Archive der BND-Zentrale in Pullach nahe München erhalten. /© Johannes Simon (ddp)

Er ist Historiker und war Professor für Neuere Geschichte an der Universität Köln.Jost DülfferEr ist Historiker und war Professor für Neuere Geschichte an der Universität Köln. 

Vier Historiker werden die Frühgeschichte des Bundesnachrichtendienstes in der Zeit von 1945-68 erforschen und damit Licht in die doch teilweise sehr dubiose Historie des BND bringen. Eines der Themen wird auch die Vergangenheit der Mitarbeiter sein, die mitunter im NS-Regime tätig waren.

Im April 2006 gab es bereits einen ersten Versuch die Geschichte des BND aufzuarbeiten. Damals bemühte sich BND-Präsident Ernst Uhrlau zum 50-jährigen Bestehen des Auslandsnachrichtendienstes um eine historische Aufarbeitung des BND. Der Versuch scheiterte jedoch kläglich.

Wie genau die Forschungsarbeiten aussehen werden und welche Probleme es geben könnte, erklärt uns Jost Dülffer. Er ist einer der vier beteiligten Historiker und emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität Köln.