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Boko Haram | Terror in Nigeria

Brutal, wahllos, unkontrollierierbar – und keiner schaut hin

Der Terror in Nigeria scheint kein Ende zu nehmen. Boko Haram macht ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Doch die Medien berichten darüber wenig. Ein Hintergrundbericht mit dem Deutsche Welle-Korrespondenten Adrian Kriesch und der Ethnologin Nina Müller.

Eine Geschichte des Terrors

Der tragische Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ überschattet die Nachrichten über den Terror in Nigeria. Boko Haram macht sich seit einigen Jahren einen Namen als islamistische Terrormiliz in der Region Westafrika.

Bereits im vergangen Jahr erregte die Entführung von mehr als 200 Mädchen aus einer Schule im Noden des Landes großes Aufsehen. Unter dem Hashtag #bringbackourgirls fanden weltweit mehrere Demonstrationen und Foto-Aktionen statt. Auch Michelle Obama und Angelina Jolie waren beteiligt. Das Schicksal der Mädchen ist bis heute ungewiss.

Brutale aktuelle Ereignisse

In den letzten Tagen sollen bis zu 2.000 Menschen rund um den Tschad-See getötet worden sein. Ein minderjähriges Mädchen soll auf einem Markt mit einer Bombe am Körper geschnallt 20 Menschen mit in den Tod gerissen haben. Dies ist nur ein Auszug aus dem momentanen Katalog der Boko Haram-Taten.

Das Ziel ist die Errichtung eines Kalifats in der Region Westafrika. Damit haben sie die gleiche Zielsetzung wie die ISIS-Kämpfer in Irak und Syrien. Wie weit ist eine solche Gefahr wirklich entfernt, wenn ein Satiremagazin in Paris von Islamisten angegriffen wird?

Was gerade in Nigeria passiert und wie dort gegen die Terrormiliz vorgegangen wird, darüber hat Moderatorin Maj Schweigler mit Adrian Kriesch gesprochen. Er ist Korrespondent der Deutschen Welle in Nigeria.

Adrian Kriesch - ist Korrespondent für die Deutsche Welle in Nigeria.

ist Korrespondent für die Deutsche Welle in Nigeria.Deutsche Welle
Charakteristisch für Boko Haram ist ihre Grausamkeit. […] Mittlerweile kämpfen sie gegen Alles und Jeden.Adrian Kriesch

 

Die Ethnologin Nina Müller von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung beschäftigt sich seit Jahren mit Nigeria und hat die Lage in dem Land aus ihrer Sicht eingeschätzt.

Nina Müller - ist Ethnologin bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.

ist Ethnologin bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.HSFK
Korruption spielt eine große Rolle […]. Den Sicherheitskräften mangelt es an guter Ausbildung und Austattung.Nina Müller

Redaktion: Natalie Schorr

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