Bombenalarm auf der Baustelle – Welches Gefahrenpotential den Krieg überdauert hat

29.08.2012

Im Münchner Stadtteil Schwabing wurde gestern eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe gezündet. Anders ließ sich die Gefahr nicht beseitigen. München ist mit diesem Bombenfund keine Ausnahme. Wie viel Gefahr hier noch lauert und ob die Zeit gegen uns spielt: wir fragen einen Experten.

Es gibt viele Arten von Fliegerbomben aus Weltkriegszeiten, und im Bundesgebiet lauern noch etliche davon. Die Kampfmittelbeseitigung der einzelnen Länder ist auf deren Bergung spezialisiert. Foto: © Ronny Hartmann/dapd

Mittlerweile sind die Anwohner in ihr Zuhause zurückgekehrt. Bei manchen herrscht jetzt das Chaos: 17 Gebäude wurden bei der Sprengung beschädigt. Die Diskussion um Schadensersatz beginnt – Schwabing nach dem Bombenfund.

ist auf die Entschärfung von Fliegerbomben spezialisiert.Andreas Rippertist auf die Entschärfung von Fliegerbomben spezialisiert. 

Immer wieder müssen wegen solcher gefährlicher Altlasten Menschen evakuiert werden, auch wenn das Kriegsende fast 70 Jahre her ist.

Gerade in Großstädten wird oft Bombenalarm ausgerufen, denn diese waren ein beliebtes Angriffsziel der Alliierten. Allein in Berlin wurden seit Kriegsende 11.000 Tonnen Kampfmittel sichergestellt.

Wie gefährlich sind die explosiven Überbleibsel aus Kriegszeiten? Wird die Gefahr einer Katastrophe mit der Zeit größer? Und wie läuft eine Bombenentschärfung ab?

Das hat uns Andreas Rippert erklärt. Er leitet den Kampfmittelräumdienst in Bremen.