Bremen will DFL an Kosten für Fußballspiele beteiligen

Deutsche Fußball Liga soll Polizeieinsätze bezahlen

23.07.2014

Die Stadt Bremen will die Veranstalter von Events mit mehr als 3.000 Zuschauern an den Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. Die Gesetzesinitiative zielt vor allem in Richtung Fußball. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist empört. Sie will Bremen dafür die Austragung von Länderspielen vermiesen.

Gehören eigentlich nicht auf den Platz: trotzdem ist die Polizei oft ein Teil von Fußballspielen.

Foto: Christof Stache | AFP

Dann eben nicht: der Deutsche Fußballbund (DFB) will das Länderspiel zwischen Deutschland und Gibraltar neu vergeben. Eigentlich sollte es in Bremen stattfinden, aber Bremen wehrt sich. Nicht gegen Länderspiele, aber gegen sogenannte Risikospiele, die hohe Kosten durch Polizeieinsätze verursachen.

Noch in diesem Jahr soll eine Gesetzesänderung vorgenommen werden, die Veranstalter zur Kasse bittet. Betroffen wäre zum Beispiel die Deutsche Fußball-Liga (DFL), die sich demnach an den Kosten von Risikospielen beteiligen müsste.

Fußball für die einen – Überstunden für die anderen

Die DFL will dagegen „alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen“. Sie sieht sich nicht als Verursacher von Gewalt. Doch der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer scheint es ernst zu meinen. In der vergangenen Saison summierten sich die Kosten für Polizeieinsätze der Stadt Bremen bei Fußballspielen auf 2,8 Millionen Euro. Dabei ist Bremen eine der ärmsten Städte Deutschlands.  Für viele Polizisten bedeuten die Spiele mit erhöhter Polizeipräsenz außerdem Überstunden, die nicht so schnell abgearbeitet werden können.

Ob es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt und wie dieser Beschluss zu rechtfertigen ist, weiß Rose Gerdts-Schiffler vom Senat für Inneres und Sport in Bremen.

Bremen_Rose_Gerdts_Schiffler_Pressesprecherin_InnensenatDie Rechnung soll ausdrücklich nicht an Werder Bremen gehen - das ist uns ganz wichtig. Sondern an denjenigen, der die Bundesligaspiele organisiert. Rose Gerdts-SchifflerPressesprecherin im Senat für Inneres