Die Brexit-Debatte, die Wahl in Spanien und die Fußball-EM

"Gehe davon aus, dass das unausweichlich ist"

27.06.2016

Die Bevölkerung Großbritanniens hat mehrheitlich für einen Brexit gestimmt - wie schnell will das auch die Politik? In Spanien hat die Neuwahl des Parlaments erneut keine klaren Verhältnisse mit sich gebracht. Droht hier die nächste Hängepartie? Und: wer droht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im EM-Viertelfinale?

Unklarheiten nach dem Brexit-Votum

Der Brexit, also der Ausstieg des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union, ist beschlossene Sache. Denn schließlich hat sich niemand Geringeres als der Souverän, das Volk, dafür ausgesprochen. Ganz so klar scheint die Sache dann aber doch nicht zu sein. Denn nur wenige Tage nach dem Referendum ist eine Petition für eine Wiederholung der Abstimmung gestartet – und erfolgreich.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich mehr als drei Millionen Menschen dafür ausgesprochen. Außerdem will Schottland ein neues eigenes Unabhängigkeitsreferendum von Großbritannien, um sich dann wieder der EU anschließen zu können.

Kommt der Brexit also wirklich? Und wie schnell? Bevor Austrittsverhandlungen beginnen, müsste die Londoner Regierung den Ausstiegswillen erst einmal formell erklären. Doch das ist nicht so schnell in Sicht.

Unklarheiten nach Wahl in Spanien

Auch in Spanien stellen sich viele Fragen. Dort wurde am Sonntag das Parlament neu gewählt. Das war nötig geworden, da nach der letzten Wahl vor einem Jahr keine Regierungsbildung zustande gekommen war.

Jetzt sind die Verhältnisse ein bisschen klarer zugunsten der bisher regierenden Konservativen. Doch die Partei von Ministerpräsident Rajoy hat nach wie vor keine eigene Mehrheit. Und andere Parteien lehnen eine Zusammenarbeit ab.

Vor dem EM-Viertelfinale

Und dann ist da ja noch die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Deutschland hat das Viertelfinale erreicht, beim 3:0 gegen die Slowakei hat der Weltmeister zum ersten Mal richtig überzeugt. Jetzt heißt es: Warten auf den Gegner. Klar ist nur, dass es ein Hochkaräter sein wird: entweder Titelverteidiger Spanien oder Vizeeuropameister Italien.

Über die Themen der Woche hat detektor.fm-Moderator Christoph Dziedo mit Rieke Havertz, Chefin vom Dienst bei ZEIT Online, gesprochen.

rieke-havertz-2Ich glaube, dass viele sich nicht darüber im Klaren waren, was das de facto bedeutet: dieses Brexit-Referendum. (...) Und jetzt hat man das Ergebnis, und viele sind sehr unzufrieden damit.Rieke HavertzChefin vom Dienst bei Zeit Online