Bufdis – die neuen Ein-Euro-Jobber?

11.03.2014

Vor drei Jahren ist in Deutschland die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst abgeschafft worden. Als Ersatz haben die Politiker dafür der Bundesfreiwilligendienst, kurz "Bufdi", eingeführt. Dadurch sind jedoch Probleme entstanden, die kaum bedacht worden sind.

“Bufdies” sind im Osten Deutschlands deutlich älter als im Westen. Foto: © BMFSFJ/Bertram_Hoekstra 

Der Bundesfreiwilligendienst erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Während Zivil-und Wehrdienst vor allem jungen Männern vorbehalten war, interessieren sich für die Bufdi-Stellen viele junge Frauen und auch ältere Menschen.

Deutlich ältere Bufdis im Osten

Wie eine Studie am Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen 2013 gezeigt hat, gibt es bei den Freiwilligen deutliche Unterschiede beim Altersdurchschnitt zwischen Ost-und Westdeutschland.

Politikwissenschaftler und Bundestagsabgeordneter für Die LINKE. Foto: © DIG/TrialonJan KortePolitikwissenschaftler und Bundestagsabgeordneter für Die LINKE. Foto: © DIG/Trialon 

Bufdis ersetzten Ein-Euro-Jobber

Sowohl Wissenschaftler als auch Politiker warnen davor, dass durch den Bundesfreiwilligendienst ein neuer Niedriglohnsektor entsteht.

Für längere Langzeitarbeitslose, was vor allem tragischerweise Ostdeutschland betrifft, für diese Leute, die ja was Sinnvolles tun wollen, da brauchen wir einen öffentlichen Beschäftigungssektor, wo die Leute vernünftig bezahlt werden. – Jan Korte

Welche Motivation die Freiwilligendienstleistenden haben und wie die Altersunterschiede zustande kommen, darüber haben wir mit Jan Korte gesprochen, Bundestagsabgeordneter für Die LINKE.