Bundeswehr wirbt nun auch in der BILD-Zeitung

28.02.2011

Werbung im ganz großen Stil, das plant nun die Bundeswehr. Anzeigen in Schülerzeitungen und der Bravo reichen nach der Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr aus, um genügend neue Rekruten anzuwerben. Nun soll die BILD Abhilfe schaffen.

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht fehlen ca. 20000 neue Rekruten jedes Jahr

Seit dem 1.März 2011 hat die Bunderwehr ein großes Problem. Ab heute wird niemand mehr in Deutschland zum Wehrdienst eingezogen. Dadurch fehlen der Armee jedes Jahr ca. 20.000 neue Rekruten. In der Vergangenheit wurde schon ein Mangel an Fachkräften, wie z.B. Ärzten, in der Bundeswehr zum Problem. Ein anderer Grund für den Rückgang von Freiwilligen beim Dienst an der Waffe ist die freie Wirtschaft: von ihr geht immer noch eine größere Anziehungskraft aus.

Aus diesen Gründen hat nun die Bundeswehr eine größere Werbekampange geplant. In der Vergangenheit wurden Anzeigen meist nur an Schulen und in Jugendzeitschriften wie der Bravo geschaltet. Laut Ex-Verteidigungsminister Guttenberg soll nun auch Werbung in der BILD geschaltet werden. Inhalte der Werbekampagne sollen die Ausbildungs- und Aufstiegschancen für junge Menschen sein, die die Bundeswehr biete. Doch ist das moralisch vertretbar? Und wie realistisch ist es, so die Lücke von fehlenden Rekruten zu schließen? Darüber sprechen wir mit Michael Schulze von Glaßer, der zu Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung bei der Bundeswehr recherchiert.