Bundeswehrverband hofft auf sinnvolle Kürzungen

07.06.2010

Heute sind in Berlin die Ergebnisse der Sparklausur der Bundesregierung präsentiert worden. Bei der Bundeswehr soll viel Geld gespart werden.

Eine Panzerhaubitze 2000 steht in Kundus. Die Haubitze ist Antwort auf Talibanangriffe. Foto: Axel Schmidt/ ddp.

Heute Mittag sind einzelne Minister zu zusätzlichen Gesprächen ins Kanzleramt geladen worden. Dabei waren die Minister für Arbeit und Soziales, Verkehr und Verteidigung.

Verteidigungsminister zu Guttenberg hatte ja bereits vor dem Wochenende offen darüber nachgedacht die Wehrpflicht zeitweise auszusetzen. Für einige ein Fingerzeig hin zur Berufsarmee. Heute Nachmittag sagte dann Kanzlerin Merkel, dass bei der Bundeswehr gespart werden soll:

Der Oberst ist Vorsitzender des Bundeswehrverbands.Ulrich Kirsch.Der Oberst ist Vorsitzender des Bundeswehrverbands. 

Die Bundeswehr befürchtet das Schlimmste und hat sich auch schon dagegen ausgesprochen, die Wehrpflicht auszusetzen. Bereits am Freitag haben wir mit dem Bundeswehrexperten Andreas Ahammer über die Perspektiven der Armee gesprochen. Ahammer schlägt ein neues Konzept für die mittlerweile verkürzte Wehrpflicht vor und kritisiert den sogenannten „Gammeldienst“.

Seit heute Nachmittag nun ist klar, es wird grundlegende Veränderungen bei der Bundeswehr geben. Deshalb haben wir mit Ulrich Kirsch, dem Vorsitzenden des Bundeswehrverbandes, über die drohenden Einsparungen, künftige Konzepte und Tabus gesprochen.