CDU: Das Sterben der Alpha-Männchen

19.07.2010

Mit Ole von Beust tritt innerhalb eines Jahres der sechste CDU-Ministerpräsident zurück. Entwickelt die Union unter Merkel ein Personalproblem?

Diplomatische Zurückhaltung oder erschöpfte Zögerlichkeit? Merkels Regierungsstil wirft gelegentlich Fragen auf. / © Berthold Stadler (ddp)

Journalistin im Hauptstadtbüro der ZEIT, vormals bei der WELT und Autorin verschiedener Sachbücher.Mariam LauJournalistin im Hauptstadtbüro der ZEIT, vormals bei der WELT und Autorin verschiedener Sachbücher. 

Sie ist die mächtigste Frau des Landes, aber allein kann auch sie keine Politik machen: Angela Merkel. Mit dem Rücktritt von Ole von Beust als regierendem Bürgermeister muss man feststellen: das ist schon der sechste Unions-Ministerpräsident, der CDU-Chefin Merkel abhanden kommt. Und zählt man Horst Köhler mit, sind es sieben Führungsköpfe, die in kurzer Zeit ihren Hut genommen haben.

Bricht ihr da eine Machtbasis weg? Und was kommt dort nach, als Führungsriege? Das fragen wir Mariam Lau, Journalistin im Hauptstadtbüro der ZEIT und Autorin des Buches „Die letzte Volkspartei: Angela Merkel und die Modernisierung der CDU“.