Bildung: CDU will die Hauptschule abschaffen – löst das die Probleme?

28.06.2011

Spätestens seit den PISA-Ergebnissen diskutieren Politiker und Bildungsexperten über die richtige Schule in Deutschland. Seit dieser Woche gibt es Bewegung, denn erstmals spricht sich die CDU gegen die Hauptschule aus und fordert längeres gemeinsameres Lernen.

Modell Hauptschule ein Auslaufmodell? Längeres gemeinsamen Lernen ist nun auch Ziel der CDU. Foto: Dieter Schütz pixelio.de

Er leitet zusammen mit Bundes-Bildungsministerin Schavan die CDU-Bildungskommission und ist sächsischer Kultusminister.Roland Wöller.Er leitet zusammen mit Bundes-Bildungsministerin Schavan die CDU-Bildungskommission und ist sächsischer Kultusminister. 

Nach der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000 war der Aufschrei groß in Deutschland, alle politischen Parteien verlangten nach Reformen.

Nur in welche Richtung man laufen wollte, dass war damals noch nicht so klar. Wollten die einen möglichst alle Kinder so lange wie möglich gemeinsam fördern, forderten die anderen mehr Elitenförderung und mehr Exzellenz. Interessanterweise nähern sich nach Jahren des Gegensatzes die politischen Parteien mit ihren Forderungen nun an. So wäre die Meldung, die CDU wolle die Hauptschule, und damit eine Säule des dreigliedrigen Schulsystems, abschaffen, noch vor fünf Jahren wahrscheinlich undenkbar gewesen.

Hat die Politik jetzt aus den vielen Bildungsstudien gelernt? Das haben wir Roland Wöller, Chef der CDU-Bildungskommission und sächsischer Kultusminister, gefragt.