Chinas neue Führung: Was ist von Xi Jinping zu erwarten?

16.11.2012

Xi Jinping ist der neue starke Mann Chinas. Doch wer ist dieser Mann, der nun über 1,3 Milliarden Chinesen das Sagen hat? Gibt es eine Chance zur Öffnung des Landes - oder bleibt alles beim alten?

Seit dieser Woche ist er der mächtigste Mann Chinas: Xi Jinping. Seit 2008 war er Vizepräsident Chinas und galt als designierter Nachfolger für das höchste Amt in der Volksrepublik. Foto: © Thorsten Silz, ddp

China-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik. Foto: © SWPGudrun WackerChina-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik. Foto: © SWP 

Gestern wurde Xi Jinping auf dem 16. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas zum Generalsekretär ernannt. Damit steht er der Partei vor und rückt gleichzeitg an die Spitze des 7-köpfigen, ständigen Auschusses des Politbüros auf – dem zentralen Machtorgan Chinas. Zum Staatspräsident soll er im März bestimmt werden.

Xi Jinping übernimmt Amt und Probleme von Vorgänger Hu Jintao, der vor 10 Jahren an die Macht gekommen war. Insbesondere Korruption und Indiskretion haben sich im inneren Machtzirkel des Zentralkomittee immer stärker verbreitet.

Aber auch in der chinesischen Gesellschaft liegt einiges im Argen: Die soziale Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander – immer weniger Menschen verdienen immer mehr und die Bevölkerung wird älter. Xi Jinping steht also vor großen Aufgaben – doch wie will er sie lösen?

Der neue Parteichef kommt lockerer daher, aber ob das auf seine politische Ausrichtung schließen lässt wollen wir im Gespräch mit Chinaexpertin Gudrun Wacker klären.