Das Ende des Schweigens: Kosovo und Serbien erstmals wieder im Gespräch

10.03.2011

Am Dienstag und Mittwoch fanden in Brüssel zum ersten Mal seit der Trennung von Serbien und Kosovo wieder offizielle Gespräche statt. Das Schweigen ist beendet, aber eine Einigung ist weiterhin nicht in Sicht.

2008 proklamierte das Parlament die Unabhängigkeit des Kosovos von Serbien. Der völkerrechtliche Status des Landes ist aber weiterhin umstritten.© Michael Gottschalk (ddp).

ist zuständig für die Regionale Programmkoordination Südosteuropa bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.Stefan Dehnertist zuständig für die Regionale Programmkoordination Südosteuropa bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. 

Der erste offizielle Dialog zwischen Serben und Kosovaren soll vor allem Lösungen für Alltagsprobleme finden und das Zusammenleben der zerstrittenen Völker erleichtern. Dabei geht es um ganz alltägliche Dinge, wie die Anerkennung des Passes, des Nummernschildes oder die Erlaubnis für Flugzeuge mit dem Ziel Priština, der kosovanischen Hauptstadt, den serbischen Luftraum zu überfliegen. Die Vertreter der beiden Parteien werden dabei von der EU unterstützt, schließlich geht es früher oder später auch um die Integration der beiden Staaten in die EU.

Wie die Gespräche verlaufen sind, ob tatsächlich schon Lösungen gefunden wurden und wie die Zukunft des Dialog zwischen Serben und Kosovaren aussieht, klären wir mit Stefan Dehnert. Er ist zuständig für die Regionale Programmkoordination Südosteuropa bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und bei detektor.fm im Interview.