Das Signal ist weg: Das Mysterium Black Box

08.04.2014

Hoher Schutz, knappe Energie: Für 30 Tage sendet eine reguläre Black Box Signale. Für die Bergungskräfte des Flugschreibers der MH370 ist das ein Wettlauf gegen die Zeit. Doch noch besteht Hoffnung, das Gerät zu orten.

Die Black Box eines Verkehrsflugzeugs wie der MH370 setzt sich aus Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder zusammen. Foto: Win McNamee | AFP

Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, Triebwerksleistung und Temperatur des Flugzeuges: Eine Black Box speichert sowohl sämtliche technische Daten der letzten 25 Stunden als auch die Gespräche und die Geräusche der letzten halben Stunde aus dem Cockpit. Diese Daten könnten Auskunft geben, was mit der verschwundenen Boeing 777 der Malaysia Airlines passiert ist.

Vor Beschädigungen geschützt

Damit die Datenträger einen starken Aufprall, hohe Temperaturen und hohen Wasserdruck überstehen, sind sie durch ein Stahlgehäuse geschützt. Außerdem sendet die Black Box ein Signal – allerdings nur circa 30 Tage. Zweimal hatte der australische Marineversorger „Ocean Shield“ ein Signal empfangen, das der Flugschreiber der Boeing gesendet haben könnte.

Warum jedoch das Signal nur für begrenzte Zeit sendet, obwohl eine Blackbox doch eigentlich als hochkomplexer Sicherheitsapparat gilt, erklärt George Blau. Er ist Leiter des Flugschreiberlabors bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig.

Nach den dreißig Tagen wird die Black Box nicht schlagartig aufhören zu senden, die Frage ist höchstens, ob sie überhaupt kontinuierlich sendet. – George Blau, Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig