“Der Dialog mit Extremisten muss scheitern” – Über Glaube und Religion im kommenden Jahrzehnt

19.01.2010

Moderne Staaten haben heute kein Verhältnis mehr zu Religion. Und eigentlich kann der Staat den Anspruch der Religionen, einen Zugang zur Wahrheit zu haben, nicht akzeptieren. Im Gegenteil: für Norbert Bolz gehören Religion und Staat nicht zusammen.

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Staat und Religion sind heute meist getrennt. © Foto: H. Kaiser / ddp

Der Medienphilosoph glaubt, allein über den Dialog lassen sich religiöse Konflikte nicht lösen.Prof. Norbert BolzDer Medienphilosoph glaubt, allein über den Dialog lassen sich religiöse Konflikte nicht lösen. 

Die Rolle von Religion heute ist heftig umstritten. Bestimmt sie noch den Staat? Wurde sie durch Ersatz-Religionen abgelöst? Bringt der Konflikt zwischen den Weltreligionen immer Gewalt hervor?  Prof. Norbert Bolz glaubt, Antworten hierauf zu kennen.

Der Medienphilosoph lehrt an der TU Berlin und gilt vielen Geisteswissenschaftlern als Rebell. Er sagt: Religion ist reine Privatsache. Die moderne Kultur sei säkular, habe kein Verhältnis zur Religion mehr und empfinde gläubige Menschen als Irritation. Warum, das erklärt Norbert Bolz im Interview mit detektor.fm