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“Der Grad der Selbstrekrutierung der Elite ist in Frankreich zu groß”

Der Sohn des französischen Präsidenten sollte eigentlich heute zum Direktor der EPAD gemacht werden. Damit wäre er einer der mächtigsten Männer des Landes geworden – mit 23 Jahren. Doch nach Protesten zog Sarkozy zurück, was verwundert. Denn Vetternwirtschaft ist in Frankreich nichts ungewöhnliches. Ein Interview zu Polit-Dynastien und Elite-Verständnis in Frankreich und Deutschland.

Sean Jarkozy gilt in Frankreich als Lichtgestalt: mit 23 Jahren ist er Ratsvorsitzender des reichsten französischen Departements. Heute sollte er eigentlich Direktor der EPAD werden. Die öffentliche Behörde kontrolliert und steuert eines der mächtigsten Geschäftsviertel der Welt: La Défense (siehe Foto oben). Doch die Proteste wurden zu laut, in der politischen Opposition wie in den Medien und in der Öffentlichkeit. Die Sarkozys zogen zurück.

Was verwundert: in Frankreich ist derlei Vetternwirtschaft eigentlich nichts Ungewöhnliches. Die Franzosen sind, bevor Neid aufkommt, auf ihre „classe dirigeante“ erst einmal Stolz – und der Diskurs über die „Monarchie républicaine“ wird unter Intellektuellen schon länger geführt.

Frankreich ist anfällig für Vetternwirtschaft

Frankreich, das Land der „Sonnenkönige“, gilt als anfällig für Vettern- und Familienwirtschaft. Alle Entscheidungen zentralisieren sich in Paris, die Eliten besuchen die selben Universitäten und Wechsel aus der Politik in die Privatwirtschaft und anders herum sind nichts seltenes.

Die Ursachen für das ungleiche Elitenverständnis in Frankreich und Deutschland, die Entstehung von Polit-Dynastien und das Pflegen der Vetternwirtschaft wollten wir wissen von einem ausgewiesenen Kenner der französischen Kultur und Mentalität: Prof. Etienne Francois.

Prof. Etienne Francois
Prof. Etienne Francois im ausführlichen Interview 08:37

( © FOTO: Mathias Plachos / matesign.at )

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