Der Kampf gegen die Plastiktüte

16.04.2014

Plastiktüten sind praktisch im Alltag. Rund 200 Stück verbraucht jeder Europäer pro Jahr. Doch der Plastikmüll belastet die Umwelt und ist so eine Gefahr für Mensch und Tier. Die EU-Kommission will die Tütenflut nun per Gesetz eindämmen.

Geht es nach der EU, soll der Gebrauch von sogenannten Leichtgewicht-Plastiktüten radikal eingeschränkt werden. Foto: rosipaw | flickr.com | Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0




ist Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (Foto: Robert Lehmann |©DUH )Jürgen Reschist Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (Foto: Robert Lehmann |©DUH ) 

Ob beim Fleischer, Obsthändler, in Apotheken oder Drogerien. Die Plastiktüte gehört mittlerweile zu fast jedem Einkauf dazu. Die Deutschen liegen mit ihrem Tütenverbrauch im Mittelfeld: Rund 70 Tüten werden in Deutschland pro Kopf und Jahr verbraucht. Die sogenannten Leichtgewicht-Plastiktüten sind praktisch und bequem, belasten aber die Umwelt. Vor allem die Meere sind betroffen. Oft werden die Tüten nur einmal verwendet und viele landen als Müll im Meer. Etwa drei viertel des gefundenen Mülls in den Ozeanen besteht aus Kunststoffen.

Die Menge an Plastiktüten in der EU soll daher begrenzt werden. Ein entsprechender Beschluss wurde heute im EU-Parlament verabschiedet.  Bis 2019 soll die Menge der leichten Plastiktüten um 80% verringert werden. Eine endgültige Richtlinie dafür gibt es aber noch nicht . Über die Entscheidung der EU und welche Länder bereits Vorreiter beim Plastikverbrauch sind, haben wir mit Jürgen Resch gesprochen. Er ist Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Wir begrüßen an der heutigen Entscheidung das klare Signal: Europa möchte weniger Plastikmüll haben. Aber dieses Signal muss umgesetzt werden in nationales Handeln. Bis jetzt sagt die deutsche Bundesregierung: es gibt keinen Änderungsbedarf. – Jürgen Reusch