Der Selbstbetrug der Mittelschicht

17.04.2010

Die Reichen werden immer reicher, die Mittelschicht schrumpft und die Armen werden diffamiert. Diese zweifelhafte Entwicklung machte der taz salon im Hamburger Schanzen Viertel zum Thema.

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taz salon zum Thema Selbstbetrug der Mittelschicht im Haus 73 im Hamburger Schanzenviertel. Quelle: Hendrik Doose.

In den letzten beiden Jahrzehnten hat der Staat die Sozialabgaben für die Unterschicht gekürzt und die Steuern für die Oberschicht gesenkt. Die Folgen dieser Entwicklung diskutierten die taz-Redakteurin und Buch-Autorin Ulrike Hermann, der Erbe Dieter Lehmkuhl und der Hartz-IV-Empfänger Gunther Clemens. Moderiert wurde die Diskussion von Ulrich Schulte, Ressortleiter Inland bei der taz. Hören Sie hier die Höhepunkte des taz salons:

 

Wirtschaftsredakteurin der taz.Ulrike HermannWirtschaftsredakteurin der taz. 

„Bildung allein reicht nicht, um in die Oberschicht aufzusteigen. Da müssen immer zwei Dinge zusammenkommen: Leistung und Herkunft.“

 

„Der Mittelschicht entgeht, dass sie der Hauptempfänger staatlicher Leistung ist.“

 

 

Psychiater, Erbe und Mitglied der Initiative Vermögensabgabe.Dieter LehmkuhlPsychiater, Erbe und Mitglied der Initiative Vermögensabgabe. 

„Die entscheidenden Veränderungen in der Gesellschaft gehen nicht von der Politik aus, sondern von sozialen Bewegungen.“

 

„Wenn sich der Trend der Umverteilung in Deutschland fortsetzt, werden wir bald eines der ungleichsten Länder sein“

Im zweiten Teil der Diskussion konzentriert sich das Podium auf die Abgrenzungsmechanismen zwischen der Mittelschicht und der Unterschicht. Hören Sie hier die Höhepunkte: