Der zivile Einsatz von Drohnen – Gibt es bald einen Boom?

11.07.2013

Spätestens seit dem Euro-Hawk-Debakel des Verteidigungministeriums sind Drohnen in Deutschalnd ein viel diskutiertes Thema. Jetzt probieren sich große Unternehmen wie Deutsche Bahn oder Telekom am zivilen Einsatz von Drohnen aus.

Militärische Drohnen, wie hier eine MQ-9 Reaper der U.S. Air Force, werden laut einer Pressemitteilung von Andrej Hunko auch von hochrangigen Generälen der Luftwaffe als Kaufmodell favorisiert. / Foto: © Paul Ridgeway/Wikimedia Commons

Bislang werden sie meist für militärische Zwecke genutzt. Seit Kurzem aber darf man sie in Deutschland mit Genehmigung auch für zivile Zwecke einsetzen: Drohnen, in der Fachsprache bekannt als unbemannte Luftfahrzeuge.

Im Internet ein Hype – für de Maizére ein Alptraum

Im Internet ist die Drohne bereits ein Hype. Dort hätte man sie gerne als Tacco-Lieferanten oder Postboten eingesetzt. Beide Projekte sind zwar unecht, undenkbar sind solche Einsätze aber nicht.

Für Thomas de Maiziére wären Drohnen jedoch beinahe zum persönlichen Verhängnis geworden. Im Skandal um die „Euro Hawk„-Drohne im Juni diesen Jahres stand der Verteidigungsminister im Mittelpunkt: Er soll für den Bau der Drohne mehrere hundert Millionen Euro in den Sand gesetzt haben – weil er gewusst haben soll, dass diese Drohne nicht zugelassen werden kann.

Zivile Drohneneinsätze seit 2012

Der Einsatz von Drohnen im militärischen Bereich ist in Deutschland umstritten. Im zivilen Bereich werden sie jedoch schon eingesetzt. In den USA ist das schon seit einer ganzen Weile so. Dort werden unbemannte Spionagedrohnen gegen Kriminelle eingesetzt. Hierzulande werden Drohnen seit 2012 dafür eingesetzt, um Einsatzkräfte wie Feuerwehr oder Rettungsdienste zu unterstützen .

Guiseppe Paletta hat sich mit dem zivilen Drohneneinsatz beschäftigt und unter anderem mit Dirk Roger-Schmitt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt über Nutzen und Grenzen ihres Einsatzes gesprochen.

Bislang beschränkte sich die zivile Nutzung der Drohnen in Deutschland vor allem auf Film- und Fotoaufnahmen von Fotografen, Ingenieuren oder Werbefirmen. – Dirk Roger-Schmitt, DLR