Deutsche Grundschulen – besser als ihr Ruf?

11.12.2012

Bildungswüste Deutschland? Eine Studie zeigt das Gegenteil: Deutsche Grundschüler schneiden im internationalen Vergleich sehr gut ab. Die Probleme im deutschen Schulwesen beginnen oft erst später. Woran liegt das?

Die neuen Grundschulstudien zeigen, dass deutsche Grundschüler beim Lesen und Rechnen hoch motiviert sind. Foto: © Matthias Rietschel/dapd

ist seit 2005 Professor für Bildungsforschung und Qualitätssicherung an der Universität DortmundWilfried Bosist seit 2005 Professor für Bildungsforschung und Qualitätssicherung an der Universität Dortmund 

Bildung in Deutschland scheint besser als ihr Ruf: Laut zwei wissenschaftlichen Untersuchungen sind deutsche Grundschulen überdurchschnittlich gut.

Deutsche Viertklässler befinden sich demnach im Bereich Lesen und Rechnen international im oberen Drittel. Probleme gibt es häufig erst nach der 4. Klasse, wenn ein Wechsel an die weiterführenden Schulen ansteht.

In Deutschland wird die Studie vom Institut für Schulentwicklungsforschung durchgeführt. Sie zeigt, dass Deutschland mit anderen OECD-Ländern durchaus mithalten könne und im Vergleich zu den übrigen EU-Ländern im Schnitt positiv auffalle.

Der Chef des Instituts, Wilfried Bos, ist für die internationalen Grundschulstudien zuständig und im Gespräch bei detektor.fm.