Deutsche Waffenlieferung an die Kurden

Wer schießt mit deutschen Waffen?

21.08.2014

Deutsche Waffenlieferungen an die Kurden im Irak? Die Waffen könnten helfen, die Terroristen von IS aufzuhalten - die Lieferung könnte aber auch in falsche Hände gelangen.

Waffenlieferungen für die Kurden – Risiko oder Notwendigkeit? Diese Frage wird in Deutschland seit ein paar Tagen diskutiert, an der Antwort scheiden sich die Geister. Die Waffen könnten zwar den Vormarsch der radikalislamischen Milizen des „Islamischen Staats“ beenden, im schlimmsten Fall aber gerieten die Waffen in die falschen Hände.

Deutsche Waffen könnten auf Abwege geraten

Befürchtet wird zum Beispiel, dass Teile der Waffen über Umwege auch in die Hände der PKK, der Arbeiterpartei Kurdistans, gelangen könnten – und die wird von der EU als terroristische Organisation eingestuft. Im Extremfall könnte die PKK deutsche Waffen gegen den NATO-Bündnispartner Türkei nutzen, um dort die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete durchzusetzen. Oder wird die Gefährlichkeit der PKK überschätzt?

Über die Schwierigkeiten und mögliche Konsequenzen der Waffenlieferung an die Kurden haben wir mit Kristian Brakel gesprochen. Er beschäftigt sich als Wissenschaftler mit dem Nahen Osten für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Kristian BrakelMan steht vor einem großen Dilemma. Es ist allen klar, dass etwas getan werden muss, um den Vormarsch des Islamischen Staates aufzuhalten, es ist aber niemandem klar, wie das passieren soll. Kristian BrakelNahost-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik