Deutschen Atommüll im Ausland lagern – eine gute Idee?

04.01.2013

So einfach ist es nicht! Wer denkt, dass wir unseren hochradioaktiven Atommüll einfach im Ausland unterbringen könnten, denkt falsch. Auch wenn es grundsätzlich erlaubt wäre, ist das nicht die Lösung des Problems - sagt der Experte.

Deutscher Atommüll sollte auch in Deutschland gelagert werden, sagt Michael Sailer. Foto: Jens Schlüter/dapd.

ist Geschäftsführer des Öko-Instituts. Foto: Öko-Institut.Michael Sailerist Geschäftsführer des Öko-Instituts. Foto: Öko-Institut. 

Hochradioaktiven Müll wollen wir hier nicht haben. Das wird bei Protesten immer wieder deutlich. Die Frage, wohin mit unserem Atommüll, scheint unlösbar. Der Bund solle den Weg für den Atommüll-Export ins Ausland ebnen wollen, hieß es jüngst. Das stimmt nicht, wurde jetzt berichtigt. Ausgangspunkt dafür sollte eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2011 sein. Hierin sollten EU-weit verbindliche Vorgaben für den Bau atomarer Endlager und für die Entsorgung von radioaktivem Müll geregelt werden.

Wir haben uns gefragt, ob die Verlagerung von deutschem Atommüll eine Option sein dürfte und vor allem, wie eine Lösung für die Unterbringung des gesundheitsschädlichen, hochradioaktiven Atommülls sein könnte. Darüber haben wir mit Michael Sailer gesprochen, er ist Geschäftsführer des Öko-Instituts und bei detektor.fm im Interview.

Bisher verbietet das Atomgesetz auch nicht, Atommüll ins Ausland zu bringen.