Die Armutszuwanderung – eine Lüge?

07.02.2014

Das Unwort des Jahres 2013 ist "Sozialtourismus". In öffentlichen Debatten, ist dennoch immer wieder die Angst vor "Armutsmigration" zu spüren. Wer schürt diese Angst und ist sie überhaupt gerechtfertigt?

Armut ist oft sogar ein Hinderungsgrund für Migration. Denn Wanderung erfordert immer auch Informationen und Startkapital. Foto: Carsten Ulrich/flickr.com Lizenz: CC BY-SA 2.0

Mit Slogans wie „Wer betrügt, der fliegt“ versuchen konservative Parteien, sich zu profilieren. Viele Medien schüren mit ihren Berichten die Angst vor Sozialtourismus oder Armutseinwanderung. Doch ist diese Angst wirklich berechtigt?

Armut – ein hausgemachtes Problem?

Christoph Butterwegge, der 2012 für die Linkspartei als Bundespräsidentenkandidat ins Rennen gehen sollte, hat sich in seinem neuen Aufsatz mit eben diesem Phänomen auseinandergesetzt.

tritt für die europäische Idee ein und fordert gemeinsame Lösungen.Christoph Butterweggetritt für die europäische Idee ein und fordert gemeinsame Lösungen. 

Er behauptet: Parteien bedienen sich dieser Stimmungsmache, um von hausgemachter Armut abzulenken.

Es gibt soziale Probleme bei der Einwanderung

Inwieweit Ängste in der Bevölkerung oder von Kommunen berechtigt sind und wie man derartige soziale Probleme lösen kann, haben wir mit Christoph Butterwegge besprochen. Er ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Köln.

Wenn wir die europäische Integration wollen, dann müssen wir eben die Bewohner der anderen Mitgliedsstaaten akzeptieren. – Christoph Butterwegge, Universität Köln