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Die Bayern und die übermächtige CSU: Eine unendliche Geschichte?

Auch dieses Jahr hat die CSU bei der Landtagswahl die bayerischen Wähler offenbar wieder von sich überzeugt. Doch wie schaffen es die Parteimitglieder, dass die Wähler im Freistaat Bayern seit mehr als einem halben Jahrhundert der Partei treu bleiben?

Heribert Prantl - leitet das Ressort »Innenpolitik« bei der »Süddeutschen Zeitung«.

leitet das Ressort »Innenpolitik« bei der »Süddeutschen Zeitung«.
Heribert Prantl

Die CSU hat die Landtagswahl in Bayern mit einer überzeugenden Mehrheit von 47,7 Prozent gewonnen. Fast jeder zweite Wähler hat also die CSU gewählt. Nach knapp fünf Jahren können die Christdemokraten nun wieder allein, ohne die FDP regieren.

Für viele Beobachter ist es nicht überraschend, dass die CSU die diesjährige Landtagswahl wieder für sich entschieden hat. Es ist vielmehr eine sich wiederholende Serie – regiert die CSU doch bereits seit den 1950er Jahren Bayern ununterbrochen allein oder zumindest als Teil einer Koalition. Damit ist die christlich-soziale Union die einzige deutsche Partei die, wenn auch auf ein Bundesland begrenzt, die Wähler über einen solch langen Zeitraum von sich überzeugen kann. Was ist der Grund dafür? Streben andere Parteien überhaupt noch ernsthaft einen Wahlerfolg in Bayern an?

Warum die CSU in Bayern so stark ist und warum die anderen Parteien seit Jahren kaum eine Chance haben, das haben wir Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung gefragt.

Es ist nach wie vor so, dass die CSU an Bayern wie mit Pattex dranklebt. – Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung