EU-Kommission bekommt Zuwachs: Neuer Kommissar aus Kroatien für Verbraucherschutz

12.06.2013

Kroatien ist ab Juli Mitglied der EU. Und weil jedes Mitgliedsland auch einen Kommissar bekommt, wirds ein bisschen enger am Verhandlungstisch der EU-Kommission. Braucht die EU wirklich so viele Kommissare? Und wofür sind die eigentlich da?

Im Berlaymont-Gebäude in Brüssel sitzt die Europäische Kommission. Die Zahl der Kommissionsmitglieder wächst mit den europäischen Mitgliedsstaaten. Foto: © Europäische Kommission

Um „Fischerei und maritime Angelegenheiten“ kümmert sich Maria Damanaki aus Griechenland. Der Rumäne Dacian Cioloș leitet das Ressort „Landwirtschaft und ländliche Entwicklung“. „Energie“ übernimmt der CDU-Politiker Günther Oettinger. Das sind nur drei der 26 Ressorts der EU-Kommission unter Barroso.

Pro Mitgliedsstaat der EU gibt es ein Ressort und einen dafür zuständigen EU-Kommissar.

Kroatien wird neues EU-Mitglied

Sprecher der Berliner EU-Kommissionsvertretung.Reinhard HönighausSprecher der Berliner EU-Kommissionsvertretung. 

Ab 1. Juli bekommt die EU mit Kroatien ein neues Mitglied. Und damit gibt es auch einen weiteren EU-Kommissar und ein weiteres Ressort. Der Kroate Neven Mimica wird dann das Ressort Verbraucherschutz übernehmen.

Schon jetzt gibt es inhaltliche Überschneidungen der Ressorts und die große Anzahl der EU-Kommissionsmitglieder steht in der Kritik.

Braucht die EU-Kommission 27 Ressorts?

Über den neuen EU-Kommissar aus Kroatien und den Sinn und Unsinn einer solchen Vielzahl an Ressorts haben wir mit Reinhard Hönighaus von der deutschen Vertretung der Europäischen Kommission gesprochen.