Die Linke: Mitglieder fordern Regeln für Umgang mit Medien

27.04.2011

Tumult in der Linkspartei: Führungsmitglieder führen eine wortgewaltige Personaldebatte in der Öffentlichkeit. Zum Ärger einiger: die haben jetzt 7 Regeln zum Umgang mit den Medien aufgesetzt.

Nicht erst seit den schlechten Wahlergebnissen herrscht eine ansgepannte Stimmung bei der Linkspartei. Foto: Lennart Preiss (dapd)

Nach dem Rücktritt von Parteichef Oskar Lafontaine kam es in der Linkspartei unter der Doppelspitze Ernst/Lötzsch zu wortgewaltigen Personaldebatten innerhalb der Partei – und das gerne auch in Zeitungsinterviews.

aus der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung.Daniel Brössleraus der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung. 

Schlechte Wahlergebnisse ließen dann die Stimmung eskalieren – auf einer Krisensitzung einigte sich die Parteiführung nun auf einen neuen, konstruktiven Kurs.

Doch dem linken Flügel der Partei reicht das nicht – „Linke-Fairplay“ heißt die Initiative einer Gruppe von Mitgliedern: 7 goldene Spielregeln sollen den Umgang mit den Medien regeln. Ein Beispiel: Innerparteiliche Debatten sollen demnach nur noch in parteinahen Blättern geführt werden.

Warum braucht die Linkspartei so ein Regelwerk überhaupt und was bedeutet diese selektive Auswahl für die Medien? – das haben wir Daniel Brössler von der Süddeutschen Zeitung gefragt. Er erklärt im Gespräch, warum die Kampagne der linken Parteiflügels nicht nur eine Kritik an der Führungsriege der Linkspartei sei und weshalb die 7 goldenen Regeln seiner Ansicht nach keine Lösung für den auschweifende Streit innerhalb der Partei darstellt.